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Geschichten aus dem Ehrenamt

Ein Baum bietet Geborgenheit

Ein Baum bietet Geborgenheit

"Über Jahrtausende bot der Wald dem Menschen Sicherheit und Geborgenheit. Nicht verwunderlich also, dass gerade die schützenden Äste eines Baumes die Fassade des Elternhauses für krebskranke Kinder zieren", dachte auch Frau M., als sie sich für die Arbeit der Elterninitiative interessierte. 

Nachdem sie 29 Jahre lang in der Neurologie des Klinikums als Kranken-schwester gearbeitet hat, ist sie im Jahr 2000 in Rente gegangen. Neben ihren sonstigen Hobbies - Reisen, Foto-grafieren, Schwimmen und Wandern - suchte sie aber eine sinn- und verant-wortungsvolle Freizeitbeschäftigung.
Aus ihrem Berufsalltag wusste sie, dass eine derart schwerwiegende Erkrankung wie Krebs nicht bloß für die Kinder eine große Belastung ist. Auch die Eltern leiden darunter, können vielleicht mit den Sorgen, Problemen und Ängsten nicht umgehen. "Ich habe gespürt, dass ich dort helfen kann", erinnert sich Frau M. "Ich habe Kontakt zum Vorstand aufgenommen und schnell wussten wir, wo und wie ich mich einbringen konnte."
 
Heute kocht sie für die Eltern, kümmert sich um die Kinder, wenn die Eltern an Gesprächsrunden oder Vorträgen teilnehmen, hilft an Infoständen aus und organisiert Treffen, bei denen sie auch für den Service zuständig ist. Frau M. ist von der Elterinitiative überzeugt. Was die engagierte Ehrenamtliche jedoch am meisten bewundert, sind die Kinder. "Es ist erstaunlich, wie gut sie mit ihrem Schicksal umgehen. Wir hatten einen Jungen hier, der an einem Retinoblastom, einem Tumor am hinteren Augapfel, litt und eine Augenprotese bekommen musste. Als ich ihn fragte, wo denn nun sein Auge sei, meinte er einfach ,Futsch!' und spielte weiter."
 
Der größte Lohn für ihre Arbeit ist selbstverständlich das Lachen der Kinder. "Auf einem Basar, auf dem ich Sachen für das Elternhaus verkaufte, kam ein Kind zu mir und war begeistert von einem roten Schal. Als ich ihm den Schal schenkte, bekam es große Augen und schrie aus vollem Halse ,Danke!'. Erst als es freudestrahlend weglief, bemerkte ich den Urinbeutel, der an der Seite des Kindes hing."
In ihrer Arbeit im Elternhaus geht die Rentnerin auf. "Auch wenn ich mich selbst mal schlecht fühle, baut mich die ehrenamtliche Arbeit ungemein auf. Ich gehe nach Hause und weiß, ich habe meine Zeit genutzt und etwas Gutes getan."

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