Eine Puppe. Eine Couch. Ein Pflaster auf dem Auge

Eine Puppe. Eine Couch. Ein Pflaster auf dem Auge
Eine Puppe. Eine Couch. Ein Pflaster auf dem Auge

Und plötzlich erzählt dieser Moment eine ganze Geschichte.

Auf dem Weg durch unser Familienhaus komme ich an Spielecken vorbei, an der Kinderküche und am Couch- und Legobereich.

Und dort sitzt sie plötzlich: unsere Familienhaus-Puppe Caro.

Ein Kind hat sie auf der Couch zurückgelassen, vielleicht, bevor es zur täglichen Behandlung in die Kinderklinik gegangen ist.

Caro trägt ein Pflaster auf dem Auge.

Für viele Kinder wäre das ungewöhnlich.
Für manche unserer kleinen Gäste leider nicht.

Viele der Kinder, die im Universitätsklinikum Essen behandelt werden und während dieser Zeit bei uns wohnen, haben ein Retinoblastom, einen Tumor der Netzhaut.

Zu ihrem Alltag kann gehören, ein Auge abzukleben.
Weil es behandelt wurde.
Weil es bestrahlt wurde.
Weil Chemotherapie ins Auge gegeben wurde.
Oder weil es entfernt werden musste.

Schockierend.

Und gleichzeitig tröstlich zu sehen, dass Kinder ihre Erfahrungen im Spiel verarbeiten – vielleicht mit Caro.

Für ein Kind ist Caro vielleicht nur eine Puppe.
Für uns ist sie manchmal eine kleine Erinnerung daran, was diese Kinder jeden Tag leisten.

Momente wie dieser zeigen uns jeden Tag, warum das Familienhaus so wichtig ist:
Damit Familien in einer extrem schweren Zeit einen Ort haben, an dem sie wohnen, durchatmen und ein bisschen Alltag erleben können.

❤️ Ein Zuhause auf Zeit.

 

Beitrag vom 13.03.2026 648
Lara Krieger
Verfasser
Lara Krieger
Geschäftsführerin
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